Rock im Walzwerk 22.09.2018

Das fri­vo­le Burg­fräu­lein

Bonns bes­te Strand-Punk-Band der Welt
Zu pop­pig für die Pun­ker und zu pun­kig für die Pop­per zele­briert die Band seit nun­mehr über 25 Jah­ren genüss­lich den Spa­gat auf der Demar­ka­ti­ons­li­nie der Sze­ne.
Sie machen Gute-Lau­ne-Pop, (Weltuntergangs-)Stimmungslieder oder gar blan­ken Unsinn und sind weit ent­fernt von den 379 Hosen-Klon-Bands oder gar dem rech­ten Grau­zo­ne-Mob im Frei.Wild/Onkelz Zieh­was­ser.
DAS FRIVOLE BURGFRÄULEIN ist »DIY« das es nur so kracht — Von der ers­ten Note, über die Gestal­tung, bis zur fer­ti­gen Auf­nah­me ist alles selbst pro­du­ziert und wird im Eigen­ver­trieb unter die Leu­te gebracht. Alles was mit dem DAS FRIVOLE BURGFRÄULEIN zu tun hat, kommt aus den Hän­den der Band.
Nach dem Geburts­tags-Tri­but-Sam­pler »End­lich 18«, auf dem Burg­fräu­lein-Songs von ande­ren über­re­gio­nal bekann­ten Künst­lern nach­ge­spielt wur­den, erschien 2011 die EP »Mix­tape«. Sie beinhal­tet, neben eige­nen Stü­cken, auch Cover­ver­sio­nen von Bands mit denen DAS FRIVOLE BURGFRÄULEIN schon die Büh­ne tei­len duf­ten z.B. Extra­breit, Zel­tin­ger-Band, und Abstür­zen­den Brief­tau­ben.
Ihr Ton­trä­ger »Urlaubs-Report aus den Punk­rock Sin­gle-Charts« wur­de dank einer erfolg­rei­chen Crowd­fun­ding-Akti­on auch als limi­tier­te 7” Vinyl-Sin­gle ver­öf­fent­licht. Die EP beinhal­tet u.a. die Sze­ne-Hits »Bock auf Punk­rock« und »Urlaub in den Mis­an­tro­pen«
 Zum 25. Jubi­lä­um erschien mit »Punk vor Strich­rech­nung« end­lich wie­der ein kom­plet­tes Album. Wie schon auf der EP zeigt die Band, das Punk­rock vie­le ver­schie­de­ne Sei­ten haben kann. Ein Album was zu über­ra­schen weiß, ohne das band­ty­pi­sche Augen­zwin­kern zu ver­lie­ren.

Im glei­chen Jahr ver­öf­fent­licht die Band, begüns­tigt durch einen Con­test-Gewinn, eine Kom­pi­la­ti­on von Hits und ver­schol­len geglaub­ten Auf­nah­men von 1993 bis 2013. Das Album »[Sick!]« wird nur auf Vinyl ver­brei­tet — 300 Stück wer­den an Fans und Sup­por­ter ver­schenkt.

2018 lie­fer­te die Band den Titel­song zum »Gott sei Punk« Fes­ti­val und gleich­nah­mi­gen Sam­pler. Sie spie­len eini­ge Kon­zer­te quer durch die gan­ze Repu­blik.

Die fide­len Senio­ren

Wir schrei­ben das Jahr 1986 a.C – dunk­le Rauch­schwa­den zie­hen aus der Sakris­tei des Pul­hei­mer Dom­ka­pi­tels. Weni­ge Sekun­den spä­ter ertönt ein ohren­be­täu­ben­der Knall. Aus einem grel­len Licht­blitz ent­stei­gen vier ver­we­ge­ne Gestal­ten, beige-weiß, bär­bei­ßig, der Mut­ter­spra­che ver­lus­tig gegan­gen. Instru­ment­ähn­li­che Maschi­nen hän­gen von ihren gepei­nig­ten Schul­tern, ihren Klang zu einem ein­zi­gen Akkord ver­ei­nigt : Die Geburt der Senio­ren­ro­cker Hams­ter, Pom­mes, Atze, Rai­ner­lein und Gui­tar­fez war voll­zo­gen. Sogleich ver­fing ihr prä­to­na­ler Sound und ihr alle­go­ri­scher Non­sens bei der durch nahen Ver­wandt­schafts­grad gezeich­ne­ten Dorf­ju­gend.
Dar­auf folg­ten zahl­rei­che Musik­dar­bie­tun­gen bei Latenz­fes­ti­vals, Hans-Aben­den, Trank­stel­len- und WAl­di-Eröff­nun­gen bis hin zu öster­rei­chi­schen Bier­syn­oden. Wäh­rend der jah­re­lan­gen Bemü­hun­gen der Instru­ment­be­herr­schung ent­stan­den Ton­trä­ger wie Süße Klän­ge, Baby“, Im Voll­rausch ihr Affen“ und Stark behaart und fern der Hei­mat“, wel­che nicht nur durch die eigen­wil­li­ge Krea­ti­on aus aggres­si­ver Pol­ka und Hard­core­power­rock die bekann­ten Gen­re­gren­zen spreng­ten, son­dern auch sprach­lich durch den retro­la­bia­len Kehl­kopf­ge­sang des Sän­gers tie­fe Fur­chen in den Acker der tra­di­tio­nel­len Vokal­me­lo­dik ris­sen. Mit den Skulp­tu­ren der Blut­hus­ten­den Madon­na vom Ommel­s­tal“ und der Unbe­fleck­ten Ver­gü­tung“ mach­ten sich die Senio­ren neben­bei auch eine Namen in der Sekret­sze­ne.
Von 1986 bis heu­te setzt sich die Geschich­te einer der dienst­äl­tes­ten Fun­punk­bands Deutsch­lands fort : Nach dem furio­sen Schei­tern beim Emer­gen­za-Fina­le 2002 in der Köl­ner Live Music Hall, zahl­rei­chen Auf­trit­ten im Um-In-und Aus­land, pen­deln die 5 samt Pfle­ge­per­so­nal ohne Rast zwi­schen Tanz­tees und Trink­hal­len des Köl­ner Rau­mes.
30 Jah­re Punk­rock – 30 Jah­re Senio­ren­power !

The Luna­tics
Seit nun­mehr 10 Jah­ren durch­strei­fen sie bereits die Psycho­bil­ly- und Rock n’ Roll-Sze­ne : die Luna­tics“ aus Köln. Zwar machen Sie sich gele­gent­lich auf den Büh­nen rar, doch kaum glaubt man sie ver­schwun­den, erschei­nen sie mit einem neu­en Album auf der Bild­flä­che und tre­ten ein wei­te­res Mal den Beweis an, dass auch im Psycho­bil­ly mehr als drei Akkor­de mög­lich und erlaubt sind. Mun­ter mischen sie mit den Psycho­bil­ly-Haupt­zu­ta­ten Rocka­bil­ly und Punk Ele­men­te des Swing, Surf, Gara­ge, Hard­rock bis hin zum Rum­ba (wenn die Not es erfor­dert), set­zen deut­sche und eng­li­sche Tex­te dar­auf und erschaf­fen so ihre urei­ge­ne und unver­wech­sel­ba­re Art des Psycho­bil­ly. Und mit ihren rund 120 Jah­ren gesam­mel­ter Büh­nen­er­fah­rung aus Bands wie Stoned Age, the Scum Rats, the Boo­ze­hounds, Deepest fears oder Hea­vy Ted­dys brin­gen die fünf Musi­ker die­se 1:1 von der CD auf die Büh­ne.
Gera­de die deut­schen Tex­te sind es hier­bei, die ihnen in Deutsch­land eine klei­ne, treue Fan­ge­mein­de ein­ge­bracht haben, aber auch außer­halb der Repu­blik hat ihr Name bereits die Run­de durch die Psy­cho-Fans von Ame­ri­ka bis Japan gemacht.
Auch im im vor kur­zem erschie­ne­nem, drit­ten Album Come nude. Bring beer.“ wur­de das Mit­ein­an­der deut­scher und eng­li­scher Tex­te wei­ter fort­ge­setzt, so wie es sich Vor­gän­ger Bilin­gu­al“ bewährt hat.

Hel­den von Ges­tern
Hel­den von Ges­tern machen Flot­ten melo­di­schen Punk­rock mit Deut­schen Tex­ten. Gegrün­det 2010 von Ber­ny, der vor­her u.a. bei den Roten Ratten/​HBW, The Nopes, Dr. Som­mer, The Ato­mics gespielt hat und von Mak­ki, der u.a. bei Dum­bell aktiv war.

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